Speedbieber goes Albumkritik
Chikinki das sind in der Orginalbesetzung 6 Studenten, die 1996 an der Universität Bristol nicht mehr alle Tassen im Schrank hatten. Ihr Ziel, die Verbindung von Rock und Elektro.
Heute sind davon noch 5, der ehemals 6 Musiker übrig. Trevor Wensely und Boris Exton an den Synties / Keyboards, welche das Fehlen des Bassisten wieder gut machen als Melodie- und Rythmusgeber. In der klassischen Ecke haben wir Rupert Browne, seinerseits für Gesang zuständig. Ed East an der Leadgitarre und Steve Bond am Schlagzeug. Ihr Zweites Album Brace, Brace ist gerade erst erschienen und wird schon als die neue Verbindung zwischen Electro, Rock und Pop gehandelt. Aber ist es wirklich so gut? Ich habe mal für euch mal reingehört und das Album im Hinblick auf Ihre aktuelle Tour (Infos auf myspace.com/chikinki) für euch zerpflückt.

Ich steige ein und suche direkt die aktuelle Single „You Said“ die schon ein paar Wochen auf motor.fm rauf und runter läuft, direkt hinterher schiebe ich „Something More“ und bin begeistert. Vorallem die Art wie Wensely und Exton an den Synties die Song untermalen, das Fehlen eines Bassisten völlig wett machen, überzeugen. Ich springe weiter zu „Sunrise“, dem Opener. Ein angenehmer Gitarrenlick begrüßt mich. Die ersten 3 Songs des Albums gefallen mir, allerdings finde ich Sunrise nicht direkt einen Überkracher, klingt ein bisschen wie Kasabian, die dem Ein oder Anderen sicher ein Begriff sind. Sunrise läuft irgendwie so vor sich hin.
Nach dem letzten Album (Lick Your Ticket), hatte ich eigentlich mit mehr Funk und Psychodelia gerechnet – Ätsch eben nicht, mehr Pop, mehr Rock steht Chikinki auch ganz gut, wie es scheint. „Hello Hello“ und “Thrill” solltet ihr euch auf jeden Fall anhören, tolle Songs. Wer das Verspultere von Chikinki bevorzugt dem sei „Lies All Over My Eyes“ ans Herz gelegt.
Brace, Brace klingt erwachsener, nicht mehr so wild, dafür etwas poppiger. Eine Platte die ihren wahren Glanz vielleicht auch erst nach 2-3 Runden zeigt. Gerade die Synties bringen immer Abwechslung und variieren öfters als man aufs Erste Mal hört. In Clubs und im Radio werdet ihr sicher bald den einen oder anderen Song zu hören bekommen. Leider verlässt Chikinki mit Brace, Brace aber auch den Weg ihres gehypten Debüt Albums und warten nun eher mit konventionellen Rock- und Popsongs auf, die mit den Synties etwas verfeinert werden. Die Platte ist trotzdem solide und lohnt sich.
Cheers,
Maiksen
