Speedbieber.de

Exile in Karlsruhe

Gespeichert unter: Hoschys Gedanken — DonHoschy 24. August 2005 @ 16:03

Tag 16 – Angefixt

„Nene Uwe, laß mal. Ich fahr mir Jürgen mit“ sagte ich noch und wenig später befand ich mich auch schon auf dem Beifahrersitz von Jürgens 57er Käfer. Irgendwie ungemütlich. Ob´s daran lag, dass meine rechte Arschbacke genau die Position der Eisenschnalle des Simpson 3 Punkt-Gurtes getroffen hatte ? Gut, ich hätte den Gurt auch anlegen können aber für diiie kurze Fahrt vom Treffengelände zum Campingplatz … tz … vollkommen unnötig. Mein rechter Arm fand auch nicht so recht Platz im Innenraum denn irgendwie schaffte es eine Strebe des Käfigs immer mir im Weg zu sein. Egal, solche Gedanken waren schlagartig verflogen als sich Irgendetwas hinter mir in Bewegung setzte. Erst ein kurzes Wimmern vom Anlasser, kurzer Druck auf´s Gas und da war es. Das dieses Irgendwas das in grauer Vorzeit mal ein Käfermotor gewesen sein musste an die 200 PS hat wusste ich schon vorher, dass Jürgen aber zur Gewichtsoptimierung auf sämtliche Dämmmatten verzichtet hat brannte sich erst jetzt in meinen Gehörgang. „Geil“ … zu viel mehr reichten meine Gedanken in der Situation leider nicht. Das Triebwerk musste ständig am Gas gehalten werden, denn Jürgen hatte in seiner „Ich-baue-mir-einen-geilen-Motor“-Liste den Leerlauf wohl vergessen.*klong* … *klack* Gang wurde unüberhörbar eingelegt und wir fuhren tatsächlich … rückwärts aus der Parklücke. Ein paar metallische Geräusche später war dann auch der erste Gang gefunden, die Ampel vor dem Verbindungstunnel zeigte Grün und Jürgen drückte sanft aufs Gas, nein … eigentlich hauchte er es nur an aber es genügte um zu merken warum die Karre Rückenlehnen hat. Hab ich schon erwähnt das wir durch einen Tunnel fuhren ? In Gedanken war ich schon mit Jürgen verheiratet, würde mich nach einem Monat wieder scheiden lassen und die Kiste mitnehmen … SO muss Autofahren klingen! Verdammt … und da vorne war schon der Campingplatz. „Jürgen ähm … du … also da ist ja schon der Campingplatz und … könnten wir nicht noch ein Stück … also du … öhm … fahren“ Ha! Hab ich´s doch gesehen. Jürgen hat gegrinst. Sollte wohl soviel wie „Ja“ heißen, denn statt Rechts zum Campingplatz ging es am Kreisverkehr die zweite Ausfahrt raus vor mir ein gerades Stück Landstraße, gemütliches Cruisen und auf einmal … Stop! Zumindest so was ähnliches, 135er Vorderreifen sind für spontane Überraschungsbremsungen wohl eher ungeeignet. Trotzdem standen wir … und ehe ich mir ganz darüber im klaren war stand die Drehzahl auch schon bei 5000. Ich bekam noch mit wie ein Gang eingelegt wurde, die Kupplung fatzen gelassen und KRASS !!! Das was 135er Vorderräder mehr schlecht als recht einbremsen können, scheiben die 205er Hinterwalzen ganz schön an. Besser ausgedrückt: VERDAMMT! Das fühlt sich an als würden einen zwei Dutzend brasilianische Fußballer gleichzeitig in den Arsch treten! Mein Kopf macht sich auf den Weg in Richtung Rücksitzbank … nächstesmal sollte ich meine Nackenmuskeln anspannen bevor Jürgen auf die Idee kommt bei lockeren 8000 in den zweiten Gang zu schalten. Der ist vollbeschäftigt die Karre auf der Straße zu halten. Lenken, kurbeln, machen, auf die Straße schauen im Kopf noch mal die Getriebeübersetzung durchgehen und eigentlich sollte man laut Drehzahlmesser schon im dritten Gang sein. Ich sitze nebendran, staune und habe ein Grinsen im Gesicht breit wie 3 Meter Feldweg. DAS ist Autofahren, genau das. Kein Wischi-Waschi „Mein-ESP-wird’s-schon-richten“- Autofahren, nein. Das muss laut sein, und ungehobelt, und vor allem … schnell. Leider tauchte dann irgendwo bei 100 km/h ne Kurve auf und … 135er Vorderreifen … jaja. Normalerweise geht´s auf der Viertelmeile ja auch geradeaus. Egal, die Kurve wurde irgendwie geschafft und endlich hatte ich mal Zeit Luft zu holen und die Schweißperlen auf meiner Stirn zu bemerken.
Tja und jetzt … sitz ich hier und bin heftig damit beschäftigt meine nicht vorhandenen Zukunftspläne radikal zu ändern. Ich glaube ich werde in meinem Leben noch ganz schön viel Öl an den Fingern haben. Man sieht sich in Spa!

Exile in Karlsruhe

Gespeichert unter: Hoschys Gedanken — DonHoschy 22. August 2005 @ 16:02

Tag 15 – Blindtext

Weit hinten, hinter den Wortbergen, fern der Länder Vokalien und Konsonantien leben die Blindtexte. Abgeschieden wohnen Sie in Buchstabhausen an der Küste des Semantik, eines großen Sprachozeans. Ein kleines Bächlein namens Duden fließt durch ihren Ort und versorgt sie mit den nötigen Regelialien. Es ist ein paradiesmatisches Land, in dem einem gebratene Satzteile in den Mund fliegen. Nicht einmal von der allmächtigen Interpunktion werden die Blindtexte beherrscht – ein geradezu unorthographisches Leben.
Eines Tages aber beschloß eine kleine Zeile Blindtext, ihr Name war Lorem Ipsum, hinaus zu gehen in die weite Grammatik. Der große Oxmox riet ihr davon ab, da es dort wimmele von bösen Kommata, wilden Fragezeichen und hinterhältigen Semikoli, doch das Blindtextchen ließ sich nicht beirren. Es packte seine sieben Versalien, schob sich sein Initial in den Gürtel und machte sich auf den Weg.
Als es die ersten Hügel des Kursivgebirges erklommen hatte, warf es einen letzten Blick zurück auf die Skyline seiner Heimatstadt Buchstabhausen, die Headline von Alphabetdorf und die Subline seiner eigenen Straße, der Zeilengasse. Wehmütig lief ihm eine rethorische Frage über die Wange, dann setzte es seinen Weg fort.
Unterwegs traf es eine Copy. Die Copy warnte das Blindtextchen, da wo sie herkäme wäre sie zigmal umgeschrieben worden und alles, was von ihrem Ursprung noch übrig wäre, sei das Wort “und” und das Blindtextchen solle umkehren und wieder in sein eigenes, sicheres Land zurückkehren.
Doch alles Gutzureden konnte es nicht überzeugen und so dauerte es nicht lange, bis ihm ein paar heimtückische Werbetexter auflauerten, es mit Longe und Parole betrunken machten und es dann in ihre Agentur schleppten, wo sie es für ihre Projekte wieder und wieder mißbrauchten. Und wenn es nicht umgeschrieben wurde, dann benutzen Sie es immernoch.

Ädit: Hot geile fette Praktikums-Pics auf speedbilder.de!

Zeitverschiebung

Gespeichert unter: Hoschys Gedanken — DonHoschy 18. August 2005 @ 16:01

Mach ich morgen … irgendwann … garantiert!

Stellt den Sender ein.

Gespeichert unter: Elchs Einsichten — Dr.Elch 17. August 2005 @ 16:00

Jaa endlich ist es soweit. Die Zeit in der die Zähne mit Bier gespült werden hat begonnen. Es ist Festivalzeit für den Elch.

Das FM4 Frequency Festival in am A1 Ring in Öschland ist das Objekt meiner Begierge. Saftige Bands wie Oasis, Foo Fighters und natürlich Deutschlands Heros Tocotronic warten auf mich.

Die Foto-Love Story wie es mir da so ergangen sein wird gibts dann nächste Woche.

Btw: Hoschy!!! Poste endlich mal wieder was über dein Leben in Karlsruhe!

Bier her. Bier her oder ich fall um…

Gespeichert unter: Elchs Einsichten — Dr.Elch 11. August 2005 @ 15:59

Jaaa was der liebe Erich Kunz schon vor vielen Jahren wusste hat auch heute stets noch seine Berechtigung und mein Kampf um die Erhaltung des Deutschen Bierkulturgutes ebenso.

Darum ist meine Karriere als Praktikant in der Wasseralfinger Brauerei noch lange nicht vorbei. Um genau zu sein befinde ich mich sogar erst kurz vor dem Ende der 2. von 6 Wochen.

Aber auch in diesen 2 Wochen konnte ich mal wieder einige wichtige Erkenntnisse über die Arbeit als Ferienarbeiter und speziell in einer Brauerei lernen. Da ich ja in den letzten Jahren schon so einige Erfahrungen als Ferienarbeiter in der Autoindustrie gesammelt hab, hier nun der ultimative Guide für alle die mal in einer Brauerei arbeiten wollen.

Man sollte nie den Meister fragen obs was zu tun gibt, wenn man gerade mal nix zu tun hat. Dann darf man nämlich immer putzen.

Den Schlosser sollte man auch nicht fragen. Ebenfalls putzen.

Wenn man jemand anderes Fragt obs was zu tun gibt darf man Krüge und Gläser spülen. Das is mindestens wie putzen. Auch wenn man dazu ne überdimensionierte Spülmaschiene benutzen darf die 40 Krüge gleichzeitig putzt. Jedoch hat die das gleiche Problem wie wenn man von Hand spült. 40 Krüge werden NIE gleichzeitig sauber.

Ein besonderes Erlebnis ist es mit Erich dem Lastwagenfahrer Bier auszufahren. Hier fühlt man sich einfach in der Zeit mindestens 30 Jahre nach hinten versetzt. Der Lastwagen selber ist rein optisch einfach nicht mehr so ganz up-to-date. Sicherheitsgurte sind natürlich nicht eingebaut, braucht man auch nicht. Man schwebt sowieso über den Dingen. Abgesehen davon gabs ja in den 70ger Jahren auch noch nicht so viel Verkehr. Darum durfte man damals auch noch mit 1,5 Promille Auto fahren. Heute ist das nicht mehr so. Auch der Verkehr is mehr geworden. Leider weiß der gute Erich das nicht. Bis um 9 Uhr morgens hat der gute Mann am Steuer schon 3 Halbe intus. Macht aber nicht. Wer würde schon den Bierfahrer kontrollieren?

Eine Erkenntnis die mir besonders am Herzen liegt, der Quotenrusse Georg ist auch in Wasseralfingen das Arbeitstier Nr.1. Beim Binz war ja das selbe der Fall. Georg wurde sogar schon von manchen Kollegen als “Supermähn” bezeichnet. Und da ist glaub auch etwas dran. Ich kenne keinen anderne Menschen der gleichzeitig Stapler fahren, Bierkisten schleppen und Kehren kann. Nur Georg, der kann das.
Falls ich mal nen Betrieb eröffnen sollte werde ich nur Russen einstellen, da bin ich mir sicher. Im Osten liegt halt doch die Zukunft.

Hach jaa. Aber eigentlich ist es doch ein wirklich toller Beruf. Ins schwitzen kommt man nicht wirklich. Die Jungs sind alle nett. Nur der Frauenanteil is gewohnt unterm Gefrierpunkt.

Dennoch hab ich heute noch eine unheimliche Erfahrung der Dritten Art erfahren. Jeder der mal fett in meiner Bude abhängen durfte wird wohl festgestellt haben… morf,hier liegt aber verdammt viel Staub rum…
Mir war das natürlich immer bewusst aber leider war die Faulheit oftmals Größer als der Putzfimmel. Egal. Was ich sagen will ist, heute musst ich feststellen das es immer einen staubigeren Raum als das eigene Zimmer gibt.

Zum Beispiel einen Raum in dem nichts steht als ein Kompressor. Ein Kompressor und massig Müll aus dem vorherigen Jahrhundert. Der Kompressor und der Rest von diesem Müll wurde vor 30 Jahren in diesem Raum abgestellt und seit dem vergessen. Jeder von euch weiß wohl wie so alte Kellerräume aussehen, so wie Sie eure Oma hat. Genau so sah der Raum auch aus. Stört ja aber auch nicht weiter, da ein Kompressor ja keine Sensoren für schöne Wände hat.

30 Jahre lebte dieser Raum friedlich im Einklang mit dem Menschen. Bis heute. Irgendjemand, ich verdächtige ja schwer den Meister, kam auf die Idee man könnte ja diesen Raum neu streichen. Neu streichen?!? Wozu??? Warum gerade dann wenn ich Praktikant bin. Natürlich war von vornherein klar, WER diesen Raum ausräumen und putzen durfte, damit der Maler ungestört seiner Arbeit nachgehen konnte.

Das Ausräumen ansich war noch der leichtere Teil. Die Zweite Aufgabe “Staube das Regal und die Gerätschaften ab” sollte sich als weitaus komplizierter darstellen.

Wenn ein solcher Raum 30 Jahre in ruhe gelassen wird entwickelt er ein gewisses Eigenleben… auch was den Dreck betrifft.
Aber als forscher Praktikant greife ich also zu Putztuch und Wassereimer und versuche das graue Regal abzuwischen. Ich tauche nun also das Tuch beherzt in den Wassereimer und fange an zu wischen. Leider wurde das Tuch allein vom aufs Regal legen so schwarz, dass ich gleich das nächste nehmen konnte. An die selbe Stelle gelegt und selben Effekt erlebt. Mit dem Dritten Tuch konnte man dann so langsam aber sicher die erste Etage dieses Regals “säubern”. Sowas hab ich echt noch nicht erlebt. Nach mehreren Putzgängen musst ich dann überrascht feststellen: Das Regal ist eigentlich Blau und nicht Grau. Das selbe traf auf den Kompressor zu. Der war jedoch mal Gelb. Bzw. ist es nun wieder.

Ich vermute mal wenn ich die Tücher in der richtigen Reihenfolge auf den Boden gelegt hätte, hätte sich ein Tor in eine fremde Dimension geöffnet in der gebratene Hünchen flussaufwärts schwimmen können.

Das war mal ein kleiner Einblick in Zwei Wochen Praktikum. Das nächste Mal gibts mehr über die Deutsche Bahn, Bierfässer und einem Ding das sich Läuterbottich nennt.

So long, stay Biebered!

Exile in Karlsruhe

Gespeichert unter: Hoschys Gedanken — DonHoschy 8. August 2005 @ 15:58

Tag 2 – T5 vs Käfer 1:0

Heute war´s also soweit … die Realität hat mich eingeholt … am Sandfeld 4. Tatort : Firmenparkplatz der VW-Speed Redaktion. Wo sind denn jetzt die ganzen porno Typ 3´s, Bullis und Käfer die ich mir in meinen Träumen da so hingemalt habe ? Von wegen. Genauer gesagt sitze ich hier in der einzigen luftgekühlten Rutsche im Umkreis von 2km. Bin ich hier überhaupt richtig ? Mmmh … mal das Schild näher angucken:

Joah, sieht doch ganz brauchbar aus. Von wegen brauchbar, da steh ich nun: Gestatten Michael A., Ex-Abiturient und Ferienjobber und nun am Ziel seiner Träume. Also bald … wenn ich die Türklingel gefunden hab. Irgendwann hab´s dann auch ich kapiert das die Jungs im ersten Stock sitzen und ich betrat sie … die heiligen Hallen, die Schmiede des automobilen Playboys die … Redaktion der VW Speed … Typen Türklinke Teppichboden … oder so ähnlich. Sieht ja irgendwie ganz normal aus hier. 48 Weber Doppelvergaser hängen keine an den Wänden und es flitzen auch keine kleinen Käfer durch die Gegend. Was hab ich mir eigentlich vorgestellt ? Erstmal von Georg die Redaktionsführung für angehende Praktikanten bekommen, dann noch die neue Käfer Revue korrekturgelesen, hier und da was gemacht, gelesen, gefaxt und schon Feierabend ?!? Ja … tatsächlich, 17:00 Uhr. Wow, so schnell können also 3 Std. rumgehen. Achja, ein Royal mit Käse schmeckt in Karlsruhe eigentlich genau gleich wie in Schwäbisch Gmünd, welch Überraschung. Abends noch n bischen mit dem Käfer durch die City gecruist auf der Suche nach Georgs Wohnung wo ich morgen früh um 7:40 erscheinen soll, muss nein eigentlich will. Es geht zur Bug-Box zweck´s Bericht über Schräglenkerumbauten … und ich darf mit … um es mit den Worten von Mazze zu sagen: „Boah, da hab ich soooon Rohr ne !!“. Georg´s Wohnung hab ich am Ende auch gefunden, leider bin ich dabei der Stoßstange vom 2 Wochen alten T5 Bus seines Nachbarn näher gekommen als ich eigentlich wollte. Gut, zwar mit gnadenlosen 2 km/h und passiert ist eigentlich auch überhaupt nichts aber es gibt auch bessere Methoden neue Bekanntschaften zu schließen. Noch was zum (fast) Alleinewohnen. Heute hatte ich die Ehre abzuspülen und öhm … einzukaufen. Mir wurde klar das ich heut zum ersten Mal in meinem Leben im Supermarkt war um Essen zu kaufen … also im … Rohzustand. Mein morgiges Frühstück besteht nun also aller Wahrscheinlichkeit nach aus:

- Original Nutella (Danke, Daniela)
- Toastbrot (Weißbrot, was sonst ?)
- „Brunch“ – Brotaufstrich ( mit nur 15 % Fett !!)
- Hochland Käse Sandwich Scheiben
- Könecke´s Baguette Salami
- Müllermilch Banane ( Ädit: Wird gerade getrunken )

Alles legal erworben im Plus-Supermarkt um die Ecke. Das kann sich doch mal sehen lassen.

Ädit: Pics von heute gibt`s natürlich auf speedbilder.de!

Exile in Karlsruhe

Gespeichert unter: Hoschys Gedanken — DonHoschy @ 15:41

Tag 1 3/8 – Hallo Großstadt

Kerzen auf dem Fenstersims ? Rosa Bettwäsche ? Alles farblich aufeinander abgestimmt ? Man merkt schon … dieses Zimmer kann kein Mann eingerichtet haben. Hab ich auch nicht, war Sandra. Die freundliche Freundin meiner Freundin, die mich tatsächlich 2 Wochen hier wohnen (und duschen!) lässt. Natürlich wohne ich hier nicht alleine. Außerhalb „meines“ Zimmer´s beginnt das Reich von Daniela. Gebildete angehende Lehramtsstudentin in bestem Alter die gerade mitten in der Lernphase steckt und mich sofort verklagt wenn ich ein Bild von ihr hier reinstelle. Ansonsten erträglich!

Was ich hier in Karlsruhe so treibe ?
Hmm, ich könnte meine Zeit natürlich dem Stapel Frauenmagazine widmen, den Sandra mir dagelassen hat (Zitat Elch: In Frauenmagazinen zu blättern, ist wie die Strategie des Feindes zu kennen) oder meinem Redakteurspraktikum bei der VW-Speed.
Das ist ne harte Entscheidung, ehrlich.
Mein heutiger, erster Arbeitstag (angereist bin ich schon gestern) beginnt um 14:00 Uhr in der früh und endet irgendwann … hoff ich. Bis dahin werd ich wohl den Herausforderungen des (fast) Alleinewohnens ins Gesicht sehen und mir irgendwie was zu Essen „zaubern“. Einen herben Rückschlag gab´s gleich heute morgen beim rasieren über der Kloschüssel also meine Frage nach Nutella mit einem „Nö!“ beantwortet wurde. Aber zurück zum rasieren:

So sieht das Badzimmer aus. Also zumindest ein kleiner Teil davon. Das man den Spiegel auch einfach nehmen und über das Waschbecken stellen kann merkte ich natürlich erst als ich mit rasieren fertig war. Irgendwie schaffen es auch die unisolierten Kabel die aus der Wand ragen nicht, in mir so was wie Vertrauen in die Elektrik zu wecken. Ansonsten schnieke. Uhr braucht man hier praktisch auch nicht, jede halbe Stunde fährt die S-Bahn vor meinem Fenster vorbei. Morgens um halb 11 klingelt die Müllabfuhr und eine Oma im Elektrorollstuhl hat es schneller durch Karlsruhe geschafft als ich im Auto, aber so ist sie halt … die Großstadt.

Ädit: Mehr Pics gibt`s wie immer auf speedbieber.de!

Heino steht auf Rammstein… oder wie man ein Hobby zum Beruf macht

Gespeichert unter: Elchs Einsichten — Dr.Elch 1. August 2005 @ 15:40

Hach es war ein schöner Montag morgen. Die Sonne schien zum Fenster rein die Vögel zwitscherten. Das einzige was daran nicht so schön war, war das nervige Piepen meines Weckers und die Tatsache das es erst 5.30 Uhr war.

Mooooment mal… 5.30 Uhr?? Wecker??? Das riecht verdammt nach arbeit…

Und so ist es. Seit heute hebe ich die Fahnen des Proletariats wieder ganz stark nach oben. Die Arbeitswelt hat mich wieder. Wieder mal 6 Wochen.
Nur ein paar kleine Dinge sind anders:

Ich heiss inzwischen Praktikant und nicht mehr Ferienarbeiter und bekommt das gleiche Gehalt wie ein Ferienarbeiter der das zweite Mal da ist. Dabei ist es doch mein erstes Mal in diesem Betrieb. Ich glaub ich bin schwer in der Hirarchie gestiegen.

Jedenfalls werde ich mich dieses Jahr nicht um schlechtverarbeitete verlängerte Mecedes Modelle kümmern. Nein viel besser. Ich habe das Vergnügen im Paradies zu arbeiten.

An einem Ort, dessen Produkt wie kein anderes die Menschen am Leben hält und davor bewahrt täglich selbstmord zu begehen.

Der Ort an dem ich aus Hobby Beruf mache ist die Brauerei Wasseralfingen.

Eine Brauerei ist echt was tolles. Soviele Bierkisten (volle aber leider auch leere *heul*), Fässer usw hab ich noch nie auf einem Haufen gesehen.

Aber ich musst auch heut gleich mal feststellen, dass Bier echt kompliziert ist. So viele Vorgänge können nicht mal diese blöden verlängerten Mercedes aufweisen.

Aber das beste ist: Ich komme mehrere Kisten Bier pro Monat kostenlos und es gibt jeden Tag auch so kostenlos Bier.

Also ich fand meinen ersten Tag toll.
Zumindest bis ich zuhause war… dann habe ich zu meinem Entsetzen erfahren, dass unser All-Star Heino auf Rammstein steht.

Unsere Welt ist pervers. Ehrlich.

Mehr aus der Welt des Bieres gibts in den nächsten Tagen.