oder Deutschland in 2 Tagen – Käfer, Köln und Killercars
Morgens halb Acht irgendwo in Deutschland. Elch ist noch lang nicht fertig mit Packen, sowieso gerade erst aufgestanden und überhaupt warum sollte ich an nem Samstagmorgen um diese Uhrzeit, falls man das überhaupt schon Uhrzeit nennen kann, aufstehen?!?
Hosch weiß natürlich wo die Wurst wächst, denn ein wichtiges Wochende stand unmittelbar bevor: Das Maikäfertreffen in Hannover! Alle Käferfahrer aus allen Teilen Europas, die etwas auf ihren Luftkühler geben werden dort vertreten sein. Hoschy und Elch natürlich auch. Hosch weil er ebenfalls was auf einen Käfer hält und Elch weil Käfer prinzipiell keine Karten lesen können doch dazu später mehr.
Aber zurück zum Thema. Hosch wusste natürlich schon vor der Abfahrt, dass Elch die Pünktlichkeit nicht gerade mit Löffeln gefressen hat. Nach der einfachen Rechnung: Geplante Abfahrtszeit – Elchs Unpünktlichkeitskonstante – Elch aufstehen – Elch ausgiebiges am Hinternkratzen = Zeitverschiebung war Hosch sofort klar. 8 Uhr Abfahrt: Elch wir fahren um halb 8. Die Rechnung ging tatsächlich auf…
Endlich gings los!
Etappe 1: Schwäbisch Gmünd – Schwelm: 400km

Nun könnte man natürlich direkt von Gmünd nach Hannover fahren. Wäre jedoch total doof, vor allem macht alleine fahren nicht so viel Spaß. Warum also nicht ein paar nette Käferfahrer in einem netten Örtchen bei Köln mit dem etwas seltsamen Namen Radevormwald mit einpacken. Ist ja auch nur ein kleeeeeeeiiiiiiiner Umweg…
Aber mit genügend Tocotronicalben wurde auch dieser Umstand zu einem Kinderspiel

Leider bekamen wir dieses Örtchen nie zu sehen, da uns ein Stau aufhielt und wir somit beschlossen die Jungs im Mc Donalds in Schwelm, noch so nem komischen Ruhrpottort, zu treffen. Nach kurzer Begrüßung und 2 Cheeseburgern gings in folgender Besetzung weiter:

und zwar gings weiter zu…
Etappe 2: Schwelm – Laatzen: 300 km
Bei Etappe 2 merkte Elch erstmals, das ein Konvoi von 3 Käfer nicht unbedingt die unauffälligste Art ist, sich auf der Autobahn vorwärts zu bewegen….und mit 34 PS auch nicht unbedingt die schnellste. Aber wer braucht schon Geschwindigkeit, wenn man dafür massig Sympathie von anderen Autofahrern erntet.
Chris war jedenfalls sichtlich begeistert…..

….Matze auch….

…und wir erst.
Aber keine Autobahnfahrt ist solang wie das Leben (außer du heißt Chris und kannst fahrende nicht von parkenden Autos unterscheiden) und so kamen auch wir nach mehreren Versuchen (im Fachjargon “Verfahrern”) irgendwann beim May Cruise Madness in Laatzen an. Das MCM ist sozusagen das Vorglühen vorm Maikäfertreffen.
Neben dicken Milchshakes und fetten Burgern in Mel’s Dinner erwartet euch da eine grandiose Stimmung, fette Karren, verbranntes Gummi und viel Feinstaub.
Hier einige Impressionen vom geilsten Milchshake der Welt und dem größten Auflauf von Schwanzkarren seit es die Ökosteuer gibt.
Shake it, Baby:

Der Sound von diesem Karmann… Sooon Rohr krieg ich da…

Blau isch doch der, Blau:

Vor jedem guten American Dinner muss auch ne 25Liter/100Km Kiste stehen:

“Bitte nicht am Lack lecken”:

Fat Rat:

Diese Bilder sprechen wohl für sich, wir genossen den Benzingeruch und das Brabbeln der Motoren noch bis tief in die Nacht hinein, ehe auch wir uns in Hannover auf die Suche nach einem Schlafplatz begaben um für das morgige Treffen gut gerüstet zu sein.
Etappe 3: Laatzen – Hannover Messegelände: 3km, wenns hochkommt
Die Nachte sollte recht kurz werden, da wir doch schon um 6 Uhr in der Früh los wollten um zu den ersten zu gehören, die das Gelände des Treffens betreten, besser befahren sollten. Zumindest einer der Bieber konnte nach ein paar Biers zum Einschlafen in gemütlicher Runde auch tatsächlich pennen, der andere jedoch war die halbe Nacht damit beschäftigt Tempos zu Ohrstöpseln umzubauen, die es möglich machen sollten das Schnarchen von Elch zu ertragen. Achja, gepennt haben wir übrigens im Hotel Käfer. Service beschissen, aber Bettkomfort eine Erfahrung fürs Kreuz, die sich wirklich lohnt.
Nach dieser, vor allem für Hosch, kurzen Nacht gings tatsächlich schon um 6 zu den Heiligen Pforten des Messegeländes. Nach dem Entrichten des Obulus von 6 Euro gabs Zutritt, nen Aufkleber und ne veraltete Ausgabe der VW Speed. Jetzt nur noch den Randsteinschlotzer an eine möglichst gute Stelle parken, so dass der Fußweg in den Show n’ Shine Bereich mFöglichst kurz sein würde. Der Show n’ Shine Bereich stellt gewissermaßen den V.I.P. Bereich des Treffens dar. Nur ausgewählte Modelle erhalten die Ehre dort parken zu dürfen. Meistens Käfer im Wert eines Einfamilienhauses. Warum nicht also auch ein untermotorisierter Mexico Käfer mit nackten Frauen auf dem Tankdeckel und einem Schätzwert, der knapp die Benzinkosten von Gmünd nach Hannover deckt? Unglaublich aber Wahr, wir erhielten tatsächlich Eintritt in diesen Bereich. Ich glaube Hoschys Stolz und Selbstbewusstsein waren es, die seine Brust in einen aufgeblasenen Airbag verwandelten. In Gedanken hat er Amerika ,denke ich, schon eingenommen.
Wenn man als kleines Kind den Finger hingehoben bekommt, sollte man stets die ganze Hand nehmen. Wir also nahmen den Parkplatz direkt gegenüber des DFL Clubstandes, Deutschlands rennomiertesten CAL-Look Käferclub, der neben einem Brezelfensterkäferclub der einzige Club war, der einen reservierten Bereich bekam und auch eine der schönsten Käfer unseres Zeitalters beherbergt.
Ich glaube so ziemlich jeder Besucher dieses Treffens kommt einmal an dieser Stelle vorbei um sich diese Prachtkutschen und auch unsere Mühle anzusehen:

Aber genug der vielen Worte, lasst einfach die Bilder auf euch wirken:
großer Andrang am Eingang zum Gelände:

Zwei wirklich schöne T1 *Lechz* Pure Pornstyle.

Blick auf den DSL, nein DSF,gnaa, ich mein DFL-Stand von unserem Parkplatz aus:

Hat wohl zuviel MTV geguggt:

Höchstgeschwindigkeit 180km/h!!!

Bekam wegen dem Auspuff keinen TÜV…:

Parkplätze wurden langsam knapp…:

Wohin man sah nur Luftgekühlte Krabbeltiere:

Auch Käfer können Kinder kriegen…:

“Schau mal Gerda, der is soooo tief”:

Nice Airbrush:

Wenn man dieses Bild lang genug betrachtet, kann man einen gelben Käfer im Hintergrund erkennen…:

Wenn es am schönsten ist soll man ja bekanntlich die Bühne verlassen. Das wissen wir natürlich auch und so gings nach all diesen Impressionen und Zwei vollen Digicams am Sonntag Mittag wieder nach Hause. Mehr dazu jedoch in…
Etappe 4: Hannover – Schwäbisch Gmünd: 520 km
In die Heimat ging’s diesmal auf direktem Wege immer der A7 nach….5 quälende Stunden lang….A7. Von diesen 5 Stunden weiß Elch vielleicht noch 1, den Rest hat er verschlafen, der Glückliche. Hosch’s Höhepunkt während dieser Zeit bildete ein weißes KitKat-Chunky und ein die Landstraße entlang joggender Elch.
20 Minuten vom Ziel entfernt, kamen wir auf der B29 in einen von 2 Unfällen ausgelösten Stau und standen erstmal für ne Weile still….und standen…und standen. Wir standen eigentlich exakt solange bis Elch auf die Idee kam auszusteigen und ein paar Meter nach vorne zu laufen. Genau in diesem Moment setzten sich die Autos wieder langsam in Gang, was von Elch mit den Worten “Bah, Hosch, du stehst eh gleich wieder, ich laufe noch bis da vorn” quitiert wurde.
Dummerweise war das wiedermal eine von Elch’s typischen selbsterfüllenden Prophezeihungen, in denen eigentlich immer genau das Gegenteil geschieht. Es ging nämlich weiter…ziemlich weit und ziemlich lange. Um genauzu sein so n knapper Kilometer.
Hier sehen wir einen glücklichen Elch, nach seiner Ankunft beim “vereinbarten Treffpunkt”:

Die letzten Kilometer wurden dann voll ohne Komplikationen hinter uns gebracht. Die Erinnerungen an ein geiles Wochenende bleibt.
Und da heute schönes Wetter ist und Elch gestern ein Bild von einem Hasen mit einem Tequillahut gesehen hat, gibts für euch noch 2 tolle Bilder aus Hoschys Käfer made by Elch in 1600×1200 die ihr als Wichsvorlage oder als Hintergrundbild verwenden könnt.
Einfach auf die folgenden Bilder klicken und schon könnt ihr eure Keule reiben.


Dank an:
>Hoschys Käfer für 130km/h
>Ovali für die Routenplanung
>Matze für “Ich hab sooooo ein Rohr, ne”
>Christina Tina für “Ihr Schwaben esst Katzenfutter??” (Es war Dosenwurst, ehrlich)
>Mel’s Dinner für den besten Shake ever und für 3,30 Euro das Bier
>den unbekannten Motorradfahrer für den Burnout 2 Meter neben der Politesse
>den Platzeinweiser für den Show n’ Shine Bereich
Das wars. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit,
Hosch und Elch
Ädit: Mehr Pics gibt`s wie immer auf speedbilder.de!