Satirische Momentaufnahme…
…von und mit Michael Abele.
Eigentlich sollte hier jetzt etwas über meine Abifahrt stehen, aber….ich saß heut im Bus. Ich saß heut im Bus dank meines großzügigen Spenders Hobel, weil ich meine gesamten Ersparnisse für einen Salamibriegel mit extra Gurken verschwendet habe. Vor mir saß, wie sich spätestens an der 2ten Bushaltestelle herausstellte die Dorfmatratze von ganz Wißgoldingen, die es schaffte so vor Intelligenz schreiende Sätze von sich zu geben wie “Hihi, mein Freund sagt ich hab nur Stroh im Kopf, aber dabei sind meine Haare doch bloß blond gefärbt”. Wobei sie anscheinend besonders auf die Betonung der Wortes Haare wertlegte, den sie nutze dafür das gesamte melodische Volumen, dass ihre Stimme ihr bot.
Ihr kennt diese Menschen die ein Wort hoch beginnen und tief aufhören ? Sehr gut zu veranschaulichen an dem Wort “Sonntag”. Ja, letzten Sonntag wurde sie wieder von ihrem Nazifreund kräftig gebügelt. Vorletzen von ihrem Ex-Freund, der übrigens auch ein Nazi war, genau wie ihr VorVorletzter. Und eigentlich, kann sie ja überhaupt nicht verstehen, warum sie in Wißgoldingen jetzt Nazischlampe heißt, denn eigentlich kommt sie ja aus Göppingen, die Stadt ist nämlich cool. “Öhö, das einzige was in Göppingen cool ist, ist das Billiardcenter”, Halt, Moment, wo kam das her. Ah, von links. In der Sitzreihe links neben der Nazischlampe, sitzt ein Flachwixer. Blond (Nein, nicht gefärbt, echtes Stroh!!), klein, und mehr Pickel im Gesicht als ein Clerasil-Testgelände. Die gar fabülöse Antwort, kam inform von “Duhuuu, ich bekomm morgen ein neues Handy…ganz doll modern”. Es scheint nämlich so, dass Nazis ihre Zuneigung ausdrücken, indem sie einem Handys kaufen. Der Dorfmatratze ihr´s ist nämlich erst 2 Wochen alt, und das davor war froschfotzengrün, und lebte einen Monat lang. Bei Nazis ist das glaub so, wie bei Löwen. Dort beist das neue Alphamänchen die Jungen seines Vorgängers tot, Nazis zerstören Handys.
Das ist verdammt Gefühlvoll, romantisch und wahrscheinlich auch verdammt teuer. Ungefähr so gefühlvoll wie Hammerwerfen oder ein Kohlebergwerk.
Aber sie hat begriffen, worauf es im leben ankommt.
Wenn sie nämlich mal im Lotto gewinnen würde, “täte sie sich eine Disco mieten, zum Frisör gehen und den Führerschein machen, aber ohne Prüfung, weil das ist weniger Stress”.
Flachwixer würde “seinen PC mal so richtig auftunen”.
Hobel konnte es jetzt nicht länger ertragen und stieg schon am Rathaus aus, ich durfte noch bis zum Rechbachweg an ihrem Gespräch teilhaben. Auf dem Heimweg würde Flachwixer Dorfschlampe erzählen, was man denn in Wißgoldingen so über sie redete, wobei im die kluge Einsicht kahm, das “190% davon totaler Bullshit seien”. Ja…die vollen 190%…..So, Rechbachweg, aussteigen. Schade eigentlich…wär bestimmt noch mehr geworden hier.
