Bieber sind ja nicht unbedingt dafür bekannt professionelles Equipment bei ihrer Arbeit einzusetzen. Geschraubt wird auf Teppichen, Drehstäbe werden mit der Hilfe von großen Gabelstaplerbatterien gewechselt, anstatt Schwerlastdübel in den Boden zu rammen. Auf den Boden tropfendes Öl wird ignoriert, nein schon hämisch ausgelacht und alles was nicht niet und Nagelfest ist wird neuerdings von Hoschy auch noch überall hingetackert. Panzertape ist ja schließlich sowas von 2007.
Ja und eigentlich gehörte es bisher auch zum guten Ton der Unprofessionalität, dass man seine Arbeiten auf Unterstellböcken vollführt. Hebebühnen waren schließlich fremde Fabelwesen, von denen man höchstens träumen konnte. Dabei unterscheidet doch grad eine Hebebühne die Toys von den Jungs die serious business machen. Also eigentlich genau das falsche für uns. Außer Lorenz is mal wieder zufällig anwesend.
Aber genau dieser Lorenz war es auch, der eines schönen Sommertags anrief und erzählte, dass er für die Scheune eine tolle verdammt günstige Hebebühne im Angebot hätte. Da wurde natürlich nicht lange rumüberlegt und kurze Zeit später befand sich das Teil auch schon in der Bieberscheune wieder.

Wir haben hier also zwei mit Fett vollgepumpte Säulen, ein Fundament, ne Rostige Kette und ne kleine Hülse… von der kein Mensch weiß wo das Ding hin soll. Wird also zur Sicherheit einfach mal ignoriert.
“Klar das Ding is schnell aufgebaut”, dachte sich so ziemlich jeder, der irgendwie seine Hände an dieses Ding legen wollte. Und so machten sich Lorenz und Elch daran an nem Wochenende das Ding mal “kurz” aufzustellen. Der Plan is ja eigentlich auch gar nicht so wild. Fundament am Boden befestigen, Säule drauf stellen. Kette einhängen, Verkabeln und los geht die wilde Fahrt.
Wenn man aber schon mal viel zu kleine Schwerlastdübel hat, beginnen die Probleme viel früher als erhofft. Also fix größere Organisiert und die Hilti angeworfen, natürlich nicht ohne hinterher mit teuflischem Gelächter das gebohrte Loch auszublasen. (Wer bohrt, muss auch blasen… oder so)

Mehr haben wir an diesem Wochenende leider nicht vollbracht. Um diese doch recht schweren Säulen an ihren Platz zu bringen braucht es doch etwas mehr als vier kräftige Hände und nem Schraubenzieher.Und da Kurt leider mit seinem Traktor irgendwo auf der Ostalb illegal Äpfel vertickt hat, war an diesem Wochenende leider nicht mehr drin. Na gut dann eben ein ander mal.
Dieses mal waren neben Lorenz und Elch auch die Berufsproleten Hoschy und Warin mit von der Partie. Kurt war dieses mal übrigens wieder irgendwas mit Äpfeln machen. Hier ein Bild, dass die professionelle Arbeitsmoral in der Scheune wieder einmal aufs neue bestätigt:

Profi Hebebühne, Profiarbeit so einfach. Falls sich jemand wegen der Höhe der Scheune Sorgen macht. Ihr habt vollkommen recht. Die Scheune is zu niedrig um im stehen unter dem Auto was machen zu können, aber es ist immer noch einfacher als auf Böcken. Außerdem isses billiger als Kino und der Kaffee ist umsonst, blabla ihr kennt das ja.

Schlimm immer mehr Mechaniker sind heute Obdachlos. Die Ratsche, ihr einziger Freund
Mit Hilfe von Hubi Hub dem Hubwagen und 4 starken Biebern wurden die Säulen eigentlich recht schnell an ihren vorgesehenen Platz verfrachtet. Jetzt fehlen eigentilch nur noch die Antriebskette, Strom und die Eingangs erwähnte Hülse die weiterhin mit Verachtung gestraft wird.

Fachmännisch reparierter Kettenkuchen. Leider ein Glied zu wenig eingebaut, so dass die Kette nicht auf die Räder drauf geht. Ist doch immer das gleiche. Ist das Glied zu kurz, dreht sich die Spirale nicht
Da sich von uns keiner an die Elektrik rantraut, Drehstrom hallooooo, wird diese erst irgendwann im Laufe der Zeit von Lorenz und seinem Elektrikerkollegen behoben. Aber das Teil selbst steht schon mal ganz gut da. Das Problem is nur… die Schlitten sind zu tief für die Hebebühne, wie man selbst an Lors Bug erkennen kann und der könnte ja im Vergleich zu Hoschy auch schon als aufgebockt (Feat. Pressblechfelge) durchgehen.

Jaaa und so sieht das gute Stück also momentan aus:

Hoschy wird noch zum Putzen der zweiten Säule verdonnert, Lor macht die Elektrik, Elch verlängert die Kette und Warin… hat das einzige Auto das so flach is, dass mans sinnvoll auf die Bühne stellen kann. Na dann Prost